Kabelbrand im Hochvoltbereich der Ilmtalklinik
Um 4:51 Uhr schlugen die Piepser der Ehrenamtlichen an: die Brandmeldeanlage des Krankenhauses in Pfaffenhofen hatte einen automatischen Alarm ausgelöst. Vor Ort war ein deutlicher Schmorgeruch wahrnehmbar. In den Technikräumen war es zudem zu einer Rauchentwicklung gekommen, deren Ursache im Zuge der weiteren Erkundung genauer lokalisiert werden musste.
Ein Trupp unter schwerem Atemschutz erkundete die Lage aus sicherem Abstand weiter und kontrollierte mit der Wärmebildkamera. Für weitere Arbeiten musste der Netzbetreiber hinzugezogen werden, da der betroffene Bereich aufgrund der dort befindlichen Hochspannungsanlagen nicht betreten werden durfte. Nachdem die Anlagen stromlos geschaltet waren, bestätigte sich, dass es bei 20KV-Leitungen, also Mittelspannungsleitungen, zu einem scheinbar größeren Kabelbrand gekommen war.
Mit dem Drucklüfter sorgte die Feuerwehr für Entrauchung des Areals und nach abschließender Kontrolle, wiederum mit der Wärmebildkamera konnte die Einsatzstelle an den Betreiber und den Energieversorger übergeben werden.
Es bestand zu keiner Zeit eine Gefahr für die Patienten und Patientinnen und alle anderen Personen in der Ilmtalklinik. Der Betrieb der Klinik war durchgängig gewährleistet, nicht zuletzt durch die hauseigene Notstromversorgung, die zwischenzeitlich eingesprungen war und reibungslos funktionierte.
Während dieser Einsatz lief war wohl der Stromausfall in Teilen des Stadtgebiets der Auslöser für weitere zeitgleiche Feuerwehreinsätze. Um 5:23 Uhr sorgte ein Rauchwarnmelder für einen Einsatz in der Ilmstraße. Dort musste eine Rauch-Wärmeabzugsanlage kontrolliert werden, der wegen der fehlenden Stromversorgung Geräusche von sich gegeben hatte.
Einige Minuten später, um 5:54 Uhr löste sodann die Brandmeldeanlage eines Betriebs im Gewerbegebiet nahe dem Krankenhaus aus. Hier wurden die betreffenden Räumlichkeiten kontrolliert und es konnte kein Feuer und kein Rauch festgestellt werden.
Zur Bewältigung dieser gleichzeitigen Einsätze und des umfangreichen Einsatzes an der Ilmtalklinik waren alle Lösch- bzw. Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeuge der Feuerwehr Pfaffenhofen im Einsatz, sowie die Drehleiter, der Einsatzleitwagen, der Kommandowagen und das Versorgungsfahrzeug. Darüber hinaus wurden die Feuerwehren Uttenhofen und Hettenshausen mit dazu alarmiert, vor allem um die gegebenenfalls benötigten Atemschutzgeräteträger vorhalten und die Sicherheit im Stadtgebiet gewährleisten zu können.
Insgesamt war die Feuerwehr Pfaffenhofen für eine Stunde und 40 Minuten mit in Summe 40 Einsatzkräften und sieben Fahrzeugen im Einsatz. (CH)
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